Wie du die Pflanzenkommunikation für deine Entwicklung nutzt: Christel Ströbel im Interview – Teil 1

Wenn du dich gerade fragst, warum du mit Pflanzen reden solltest, sei gespannt! Was Pflanzen dir zu erzählen haben, ist viel mehr als über ihre Heilwirkung auf deinen Körper. Pflanzenwesen berühren und heilen deine Seele, indem sie dir ihre Botschaften überbringen. Darum: Sei gespannt, was dein Herz dir „durch die Blume“ sagen möchte …

Pflanzenbotschaft des Löwenzahns

Strahlendes Gelb, wohin das Auge reicht. Der süßliche Honigduft in der Luft betört den Geruchssinn. Ich falle in ein sonniges Meer, bette weich, werde still und lausche. Die Bienen summen geschäftig, während sie in den leuchtenden Blüten des Löwenzahns den kostbaren Nektar einsammeln. Und ich werde immer ruhiger und spüre, wie sich mein Herz weit öffnet. So weit, dass ein ganzes Universum Platz darin finden würde. Auf dieser Wiese fühle ich mich zuhause: eingehüllt in die Geräusche und Gerüche der Natur. Geborgen, getragen von der warmen Erde. Liebkost von den samtigen Blüten der im Volksmund als Kuhblume genannten sonnengelben Heilpflanze.  

Heute wünsche ich mir eine Botschaft vom Löwenzahn – diesem Lebensfreude ausstrahlenden Frühlingsboten. Ich bitte das Wesen der Pflanze, mit mir zu reden. Und lausche erneut. Zwischen dem Summen der Bienen und dem Sausen des Windes erkenne ich sanftes Flüstern:

Sei immer du selbst, strahlend und fröhlich. Denn das ist die Essenz deiner Seele, die ich in dir wieder aufleben lassen möchte. Ich tanke die Sonne mit meinem ganzen Wesen. Das hilft mir, das Sonnenlicht in deinem Herzen zu aktivieren, wenn du mich ansiehst, an mir riechst und mich berührst. Tauche in mein gelbes Leuchten ein und erinnere dich an die Sonne in deinem Herzen.

Ich bade im Sonnenlicht und in der Wärme, die ich gerade in meinem Inneren spüre. Ich danke dem Löwenzahn für diese Botschaft. Noch vor ein paar Monaten wäre ich nicht auf die Idee gekommen, mit Pflanzen zu reden – auch wenn ich sie schon immer bewundert und verehrt habe. Dann lernte ich Kräuterfrau Christel Ströbel kennen und durfte erfahren, dass Pflanzen Lebewesen sind. Und dass Pflanzenkommunikation kein Hexenwerk ist, wenn wir unser Herz für ihre Botschaften öffnen. Dann wird es leicht, ihre Sprache zu verstehen. Leichter wird damit auch unser Leben, weil Pflanzenwesen uns auf unserem irdischen Weg auf allen Ebenen unterstützen.

Mit diesem Interview lade ich dich ein, dich auf eine tiefe Freundschaft mit Pflanzenwesen einzulassen. Damit sie dich auf deiner Reise zu dir selbst liebevoll begleiten können.

Mit Pflanzen reden lernen: Christel Ströbel im Interview über Pflanzenkommunikation

Welche besondere Fähigkeit hast du, um mit Pflanzen zu reden?

Wir alle können mit Pflanzen reden und haben auch zahlreiche andere Fähigkeiten, die wir nur leider vergessen haben. Darum geht es ja gerade, in dieser Wandlungszeit: sich daran zu erinnern. Bei mir ging diese Erinnerung mit meiner Nahtoderfahrung einher, mit der für mich ein komplett neuer Lebensabschnitt begonnen hat. Zuerst musste ich natürlich durch meine eigenen Wandlungsprozesse und die Schule des Lebens gehen. Und auf einmal konnte ich hellsehen und hinter die Dinge schauen; die eigentliche Wahrheit hinter den Worten anderer fühlen. Und irgendwann habe ich verstanden, dass Pflanzenwesen mit mir hier, auf der Erde, eine Verabredung haben. So wie sich Menschenseelen verabreden und im realen Leben wieder begegnen. Dabei haben Pflanzenwesen selbst den Kontakt zu mir gesucht: Eines Tages ist es einfach passiert, dass ich eine Pflanze „gehört“ habe. Nun bin ich ihr Sprachrohr. 

Kann jeder Pflanzenbotschaften empfangen?

Ja! Um mit Pflanzen zu reden und ihre Sprache zu verstehen, ist es wichtig, sein Herz zu öffnen, es in Erwägung zu ziehen, dass eine Pflanze dir wirklich eine Botschaft geben kann. Dabei solltest du deinen Verstand am besten um eine kurze „Pause“ bitten, damit du wieder mit dem Herzen fühlen kannst. Und dann gehst du in die Verbindung mit der Pflanze, indem du dein Herz für sie öffnest und deine Aufmerksamkeit auf sie richtest.

Pflanzenbotschaften: Wie uns Pflanzenkommunikation hilft, uns selbst zu finden

Wie hilft mir Pflanzenkommunikation auf meinem Weg zu mir selbst?

Mit ihrer feinstofflichen Wirkung und ihren Botschaften holen uns Pflanzenwesen dort ab, wo wir gerade auf unserem Seelenweg stehen; bei den Themen, an denen wir gerade arbeiten. Manchmal weisen sie uns sogar auf die Themen hin, die für uns als Nächstes anstehen: liebevoll, aber sehr konsequent. Oder sie bieten uns Lösungen bei Problemen, bei denen wir nicht weiterkommen. Diese Fähigkeit – unser Gegenüber im Jetzt zu sehen und zu erkennen – haben wir Menschen leider nicht immer.

Steht jede Pflanze für ein bestimmtes Thema, bei dem sie uns hilft?

Natürlich hat jede Pflanze ihre ganz spezielle Botschaft für uns Menschen, und sie sind alle in ihrer Energie sehr unterschiedlich. So ist der Löwenzahn der Vermittler, der uns sagt: „Hey, du bist hier, weil du hier sein wolltest. Genau wie ich.“ Er erinnert uns daran, dass sich unsere Seele für diese Inkarnation, für dieses Land und für diese Familie, genau in dieser Zeit entschieden hat. So sagt er dir: „Für dich geht es darum, in diese Wahrheit hineinzugehen und sie anzunehmen.“  Oder: Die Botschaft des Pflanzenwesens eines Gänseblümchens ist die Leichtigkeit. Sie ruft dich dazu auf, dich nicht in irgendwelchen Problemen zu verlieren, sondern mit dem Leben zu tanzen. Das Leben anzunehmen und Freude zu empfinden.

Und dennoch würde ich Pflanzen ungern in Schubladen stecken. Wenn man sich länger mit der Pflanzenkommunikation und den Pflanzenwesen beschäftigt, kann es passieren, dass eine Pflanze eine ganz bestimmte Botschaft mit so einer Klarheit rüberbringt. Dabei passt diese Botschaft gar nicht in ihren „üblichen“ Bereich hinein.

Wie unterscheide ich Pflanzenbotschaften von meinen eigenen Gedanken oder Botschaften anderer Wesen aus der geistigen Welt?

Das ist sehr individuell und jeder, der auf diesem Weg ist, lernt es mit der Zeit. Am Anfang ist Zweifel absolut normal. Ich kannte ihn ebenfalls sehr gut: ‚Sind es meine Gedanken? Oder Elfen? Andere Naturwesen?‘  Bis mich eine Pflanzen mal mit folgender Botschaft auf den Boden runtergeholt hat:

Solange du so sehr in deinem Verstand bist und so genau wissen möchtest, wer das ist und wie es heißt, was da zu dir spricht, wird es nichts mit unserer Kommunikation. Versuche, deinen Verstand irgendwo am Eingang in den Kräutergarten „liegen zu lassen“ und lass uns einfach mal wirken. Du wirst es in inneren Bildern erleben. Und manchmal geht ein kleiner Film ab. Auf einmal hast du Gedanken im Kopf, die du vorher nie hattest – und das sind unsere Botschaften.

Sich darauf einlassen ist hier sehr wichtig. Die Kommunikation zwischen Pflanzen und mir war eine Zeit lang so stark, dass ich gar keine andere Möglichkeit hatte, als es zuzulassen. Es hat sich so angefühlt, als hätten mich Pflanzenwesen an die Hand genommen und mich durch ihre Schule geführt. Außerdem solltest du dich fragen: Ist es denn wichtig, von wem die Botschaft genau kommt? Wenn du spürst, dass es dir gut geht – das ist doch die Hauptsache!

Und noch ist die Besonderheit der Pflanzenkommunikation: Pflanzen sind sehr konsequent in dem, was sie uns vermitteln. Du kannst nicht mit einem Pflanzenwesen diskutieren. Und entweder nimmst du seine Botschaft an oder nicht. Das liegt allein bei dir.

Sprechen auch Elfen und Feen „durch die Blume“ zu mir?

Das kann gut sein. Und jede Elfe, jedes Naturwesen freut sich total, wenn wir mit ihnen bewusst in Kontakt treten. So eine Elfe, je nachdem, wie sie gerade drauf ist, kann dir aber auch schon sagen: „Du brauchst mich nicht als Mittler, mach es doch selbst!“

Meine Erfahrung ist, dass bei der Pflanzenkommunikation meistens ein bestimmtes persönliches Thema im Vordergrund steht. Kommuniziert man jedoch mit Naturwesen, geht es oft um ein übergeordnetes Thema, das nicht nur mich betrifft. Es kann zum Beispiel auch einen Ort betreffen: Wenn für bestimmte Pflanzen im Garten der Standort nicht optimal ist oder sie da gar nicht sein wollen. So hatte ich mal von einer Elfe oder Fee eine Botschaft für unseren Garten erhalten. Sie sagte zu mir, wir sollen die Beete nicht eckig, sondern rund anlegen – damit die Energie fließt und nichts unterbrochen ist. Oder dass an einem bestimmten Ort ein Baum als Schattenspender gebraucht wird. Das sind also oft Lebenshinweise, die uns Naturwesen übermitteln möchten.

Wie du die Sprache der Pflanzen verstehst und Kontakt zu Pflanzenwesen aufnimmst

Sprechen Pflanzen ihre eigene Sprache? Wie hört bzw. fühlt sie sich an?

Das fasziniert mich an Pflanzenwesen besonders: Wenn sie mit uns sprechen, tun sie es so, dass wir ihre Botschaften auch verstehen. Egal aus welcher Kultur wir kommen oder welchen Wissensstand wir haben. Wenn sich fünf verschiedene Menschen mit einer Pflanzenseele verbinden, erhalten sie alle dieselbe Botschaft. Nur dass jeder von ihnen diese anders empfängt oder versteht – aber der rote Faden ist in all diesen Botschaften da. Das zeigt zumindest meine Erfahrung, die ich mit meinen Seminarteilnehmern immer wieder machen darf.

So sprechen Pflanzen eine universelle Sprache, die jedem verständlich ist, der sie hört. Mir schicken sie oftmals Bilder, damit ich verstehe, um was es geht.

Wie nehme ich Kontakt zu einer Pflanze auf, um mit ihr zu reden?

Wenn mir eine Pflanze, zum Beispiel Schafgarbe, öfters mal „begegnet“ – indem sie mir immer wieder auffällt –, sage ich:“ OK, ich habe es verstanden, du willst dich mir zeigen.“ Dann gehe ich zur Pflanze hin, lege meine Hände um sie herum und sage:

Ich segne dich mit der ganzen Liebe meines Herzens und ich danke dir so sehr, dass du dich so zeigst. Danke! Ich öffne mich dafür, dass du mich jetzt ein Stück des Weges begleitest. Es ist mir eine große Freude und Ehre, dass du bei mir bist.

Da hat jeder natürlich seine Worte und seine Gefühle. Wichtig ist, dass ich zu dieser konkreten Pflanze kommuniziere, ich habe es verstanden, dass sie mich begleiten und mir eine Botschaft überbringen möchte. Auch wenn ich die Botschaft noch nicht verstehe, sehe ich, dass sie Kontakt zu mir aufnimmt. Und dafür danke ich ihr.

Kann ich auch mit getrockneten oder anderweitig verarbeiteten Heilpflanzen reden?

Das funktioniert, auch wenn es sich ein wenig anders anfühlt. Es kommt auf deine Intention an, die du beispielsweise aussprichst oder dir denkst, bevor du eine Pflanze zu dir nimmst.  Wenn du dir einen Tee zubereitest, hast du nicht nur die Pflanzen in ihrer Stofflichkeit. Hinzu kommt die Fähigkeit des Wassers, die Schwingung der Pflanze und deine Information aufzunehmen und zu transportieren. So segnest du auch das Wasser mit deiner Intention.

Heilpflanzen ernten: So redest du mit der Pflanze

Welches Ritual eignet sich, bevor ich eine Heilpflanze ernte?

Lege deine Hände behutsam um die Pflanze, segne sie mit der Liebe deines Herzens. Dann frage sie, ob du sie ernten darfst, und bedanke dich bei der Pflanze.

Wenn ich meine feinstofflichen Usmalda Essenzen herstelle, spreche ich Folgendes:

Ich segne dich mit der Liebe meines Herzens. Ich bitte dich: Erinnere dich an deinen Ursprung, an deinen Ursprungsgedanken, den du als Pflanze hattest, als du auf diese Erde gekommen bist. Erinnere dich an diesen Gedanken, was und wie du auf diesem Planeten sein wolltest. Ich bitte jetzt darum, dass all die ursprüngliche Kraft, die ursprünglichen Gedanken und deine ursprünglichen Inhaltsstoffe, die heute so vielleicht gar nicht mehr verfügbar sind, in dich jetzt wieder einfließen zu lassen. Und ich danke dir auf allen Ebenen, dass ich dich jetzt ernten darf.

Hast du auch schon von einer Pflanze mal ein Nein gehört?

Ganz, ganz selten. Einmal kam ein ganz klares Nein. Da habe ich nachgefragt, warum. Und es kam die Antwort: „Weil heute nicht der richtige Tag ist, komm morgen wieder.“

Wie nehme ich es wahr, wenn eine Pflanze nicht geerntet werden möchte?

Das nimmst du auf eine fast schon körperliche Art, wenn eine Pflanze dir ein Nein sagt. In dir stockt sofort etwas und deine Augen gehen auf; du bist hellwach und wunderst dich. Jede Zelle deines Körpers reagiert drauf. Darum: Keine Sorge, du kannst es nicht übersehen oder überhören.

Spüre ich es auch feinstofflich, wenn eine Pflanze giftig ist?

Ich als Christel sage: „Nein, ich spüre es nicht, ob eine Pflanze giftig ist.“ In unserem Calendula-Kräutergarten haben wir Eisenhut eingepflanzt – nicht, um ihn zu ernten, sondern um ihn den Besuchern zu zeigen und auf seine Giftigkeit aufmerksam zu machen. Doch jedes Mal, wenn ich meine Hände um ihn herum lege, spüre ich zwar seine feinstoffliche Energie, doch nicht seine Giftigkeit.

Pflanzenbotschaft der Schlüsselblume

Ich bade wieder in einem Sonnenmeer aus goldenen Blüten. Jedoch diesmal ist das Gelb nicht mehr schrill und leuchtend, sondern leise, zart und unaufdringlich. Und doch durchdringt mich das Wesen der Schlüsselblume bis in die Tiefen meines Innersten. Auch diese Frühlingsbotin, die ich seit unserer ersten Begegnung ins Herz geschlossen habe, überbringt mir ihre Botschaft:

Ich bin hier, um dein Herz zu öffnen. Das ist es, was du in meiner Nähe fühlst und was dich zu Tränen berührt: die Kraft und die Liebe deines Herzens, die ich offenlege. Ich bin dein Herzensschlüssel – nutze mich jedes Mal, wenn du die Enge in deinem Brustkorb spürst oder dir Luft zum Atmen fehlt. Gräm dich nicht, mich um Hilfe zu bitten. Denn darum bin ich als Wesen einer Schlüsselblume da.

Liebe Schlüsselblume, danke dir für diese Botschaft und dass du zu mir gefunden hast! Danke dir, liebe Christel, für dieses magische Gespräch – und für die Liebe zu Pflanzenwesen, die du in meinem Herzen wieder entfacht hast.

Titelbild: © Moritz Knoringer / Unsplush