Mit Sphärenmusik zur inneren Mitte finden

Wie Planetentöne unsere Gefühlswelt in Einklang bringen und warum die Sphärenmusik uns emotional mit der Natur, dem Universum – und mit unserer Seele verbindet. Interview mit dem spirituellen Musiker Richard Hiebinger: Teil 3 – mit Planententon-Hörproben.

Richard Hiebinger kennt ihr bereits aus den Interviews zu den Themen Inspirationen für die Selbstfindung und Energiearbeit mit Klangschalen. Der spirituelle Musiker spürt die Schwingungen des Universums und komponiert inspirierende Meditationsmusik. Seine Klangschalen-Sitzungen und Mondkonzerte entführen in die faszinierenden Klangwelten des Universums und zeigen neue Wege zu sich selbst auf. Doch er nimmt auch die Seelenschwingungen der Menschen wahr und hilft, sich vom unnötigen Ballast zu befreien und zu dem eigenen Kern, der Seele – sowie zum eigenen Potenzial zu gelangen.

Planetentöne erleben: So klingt der Saturn

Künstler: Richard Hiebinger

Planetentöne für innere Harmonie

Im letzten Teil unseres Interviews geht es in die „Tiefen des Universums“. Ich frage Richard über die Wirkung der Planetentöne aus und darüber:

  • wie die Sphärenmusik uns zur inneren Balance und mehr Lebensfreude verhilft,
  • wie jeder seinen Planetenton findet und
  • welche Kraft die Musik des Universums in unserer Seele und unserem Körper freisetzt.

Was kann ich mir unter Planetentönen vorstellen?

Das Thema „Planetentöne“ – und somit die Vorstellung von harmonischen Beziehungen zwischen den Planetensphären – geht auf den griechischen Naturphilosophen Pythagoras und später auf Johannes Kepler zurück. Der Letztere entdeckte die Gesetzte der Planetenbewegung, bei der Töne entstehen, die in einem harmonischen Zusammenklang sind. Er hat die Relationen der Bahngeschwindigkeiten von Planeten musikalischen Intervallen zugeordnet. So können wir das, was da draußen im Universum ist, auch für uns als musikalisch harmonisch empfinden. Auch unser Körper und die ganze Natur sind nach dieser Musik aufgebaut und geordnet.

Wie entstehen Planetentöne?

Hans Cousto, der Schweizer Mathematiker und Musikforscher, entdeckte Ende der 70er Jahre die Grundlagen der Planetentöne. Jeder Planet hat seine Umlaufzeit. So kam er auf den Gedanken: Wenn man die Erde nimmt, die um die Sonne kreist, ergibt es einen festen Rhythmus, vergleichbar mit einer riesengroßen Saite, die im Universum aufgespannt ist und schwingt. So hat er mit einem genialen Gedankengang aus dieser Umlaufzeit die Planetentöne berechnet und sie im menschlichen Hörbereich oktaviert. Daraufhin hat er die Stimmgabel gestimmt, die Tonfarben berechnet und diese den einzelnen Planeten zugeordnet. Es war also eine reine mathematisch-physikalische Berechnung.

Wie machen wir uns Planetentöne und die Sphärenmusik zunutze?

Die Musikinstrumente, die ich für das Komponieren meiner Meditationsmusik benutze, sind alle auf die Planetentöne gestimmt. Ebenso die tibetischen Klangschalen, die ich bei meiner Energiearbeit verwende: Diese kommen direkt aus dem Himalaja, wo sie Klangschalen-Meister händisch herstellen und intuitiv auf die Planetenklänge stimmen.

Hörst du die Sphärenmusik, von solchen Musikinstrumenten und Klangschalen kommend, gibt sie deinem Körper Impulse, die gewisse Entwicklungsprozesse in dir ankurbeln und deine Potenziale freisetzen.

Warum wirken Planetentöne auf Körper, Geist und Seele?

Alle Planetentöne sind auch als Farbfrequenzen im Wasserstoff-Atom zu finden – das ist ein Fakt, der bereits vor 30 Jahren bewiesen wurde. Wir bestehen ja zum größten Teil aus Wasser. So liegt es nahe, dass du ein Wesen bist, das auf seiner molekularen Ebene im Einklang mit den Planetentönen ist, die das Sonnensystem erzeugt.

So sind alle Farbschwingungen, die die Planeten bilden, in unseren Körperzellen zu finden. Deshalb wirken Planetentöne zum Beispiel bei einer Klangschalenmeditation sehr wohltuend. Denn die Information über die Harmonie des Universums ist in deinem Körper angelegt. Nur ist sie blockiert oder überlagert – und muss quasi aus ihrem Versteck herausgelockt werden. So kannst du mit einer Klangschalenmeditation oder einer Klangschalenmassage diese Informationen freisetzen und deine Kräfte reaktivieren.

Natürlich gibt es noch weitere Wege zur inneren Ruhe und Balance: Ob durch Düfte oder Farben – jeder findet seinen Schlüssel zu sich selbst. Mein Weg war eben über die Sphärenmusik: Wenn ich einen Planetenton höre und fühle, muss ich gar nichts weiter tun – nur abwarten und zuschauen, was passiert.

Kann ich mit Planetentönen auch meine Selbstheilungskräfte aktivieren?

Ja, mit Planetentönen kannst du deine Selbstheilungskräfte aktivieren – und stimulieren. Denn: Alle Symptome, die wir spüren, sind eine Disharmonie im Körper, in unserem energetischen Feld. Natürlich müssen es nicht unbedingt die Klangschalen oder Planetentöne sein, die dich zu deinem Potenzial zurückführen – wie gesagt, es funktioniert mit vielem und ist für jeden individuell.

Durch so eine Klangschalenmassage ändert sich der Schwingungszustand des Körpers. So sind Fälle bekannt, bei denen sogenannte Spontanheilungen geschehen. Es kann in Sekundenschnelle gehen oder auch als kontinuierlicher Prozess – auch das ist sehr individuell.

Wie genau wirkt die Sphärenmusik auf uns?

Die Information, die im Kosmos Planeten tragen, tragen in unserem Organismus zum Beispiel die Spins der Moleküle und Atome. So wirkt jeder Planetenton auf eine gewisse Körperregion und spricht bestimmtes Gefühl an. Manche Planetentöne sind dabei für die körperliche und manche für die seelische sowie geistige, spirituelle Ebene besonders wohltuend.

Die wichtigsten Töne für unsere körperliche Ebene sind die von Erde, Sonne und Mond. Diese drei Planeten beeinflussen uns im täglichen Leben am allermeisten: Unser Heimatplanet hat fünf verschiedene Frequenzen. Der Mond hat einen sehr starken Einfluss auf unser Seelen- und Gefühlsleben. Und die Sonne ist der Anfang allen Lebens und die Quelle von Licht und Energie.

Unser Körper ist als die dichteste Form des Schwingungsfeldes zu betrachten. Hinzu kommen die der Gefühle und Gedanken. Und die Kraft der Gedanken und ihr Einfluss auf den Körper habe ich oft in Meditationen erlebt: Jeder Gedanke kreiert den Körper. Wie du denkst, so fühlst du dich auch. Zu verstehen, dass unser Körper das Materialisieren unserer Gedanken und Gefühle ist, ist der erste Schritt zum inneren Gleichgewicht. Du kannst deinen Körper also selbst erschaffen. Vor dieser Erkenntnis bist du nur ein Körper, der auf der tiefsten Ebene schwingt.

Ist für jeden Menschen ein bestimmter Planet „zuständig“?

Jeder Mensch hat alle Planetentöne in sich – wie jeder Mensch alle Organe hat. So hat er im Prinzip die gleichen Grundcharakteristiken und Archetypen der Seele. Trotzdem ist für dein Leben mehr oder weniger ein Planet bestimmend. Im Laufe des Lebens machst du Erfahrungen mit den Energien, die er verkörpert. So werden auch Organe, die mit diesem Planeten verknüpft sind, bei dir eine bestimmte Rolle spielen.

Wie finde ich meinen Planetenton?

Dein Planetenton ist der Ton, der bei dir am meisten Resonanz erzeugt. Du empfindest diesen Klang als besonders angenehm. Ist ein Planetenton für dich eher abstoßend, dann hast du möglicherweise ein Thema damit – denn jeder Planetenton ist auch für bestimmte Themen wie Weiblichkeit oder Durchsetzungsvermögen „zuständig“.

Durch seinen Planetenton bekommen wir den Zugang zu diesem Planeten – zu seinen Eigenschaften. Seine Anziehung kannst du jedoch nicht nur über den Klang spüren. Es kann auch ein Kristall oder Stein sein, der dich fasziniert und der ebenfalls mit einem bestimmten Planeten verbunden ist. Manche finden diesen Zugang über eine Pflanze und ihren Duft …

Welche Planeten mit welchen Düften, Pflanzen oder Edelsteinen verbunden sind – dieses Wissen liegt der Menschheit schon seit dem Mittelalter vor. Auch ich kombiniere bei meiner Energiearbeit Düfte, Klänge und Edelsteine. So spreche ich in dir drei verschiedene sinnliche Ebenen an. Das hilft dir, zu entspannen und dich in dein individuelles harmonisches Feld fallen zu lassen.  

Planetenton vom Jupiter

Künstler: Richard Hiebinger

Kann ich mir meine eigene Harmoniewelt erschaffen, wenn ich die Sphärenmusik mit den für mich „richtigen“ Düften und Farben kombiniere und in dieser Atmosphäre verweile?

Manchmal ist es einfach notwendig, sich in die eigene Harmoniewelt zurückzuziehen: um sich zu regenerieren, neue Kraft zu sammeln – oder sich einfach mal auszuklinken. Das kann aber auch die Flucht davor sein, was wir uns in der materiellen Welt kreieren. Denn das Universum an sich ist Harmonie. Da, wo sich die Natur frei offenbaren kann, ist schon Harmonie und Vollkommenheit unverkennbar zu spüren. So kannst du in diese Welt hineinflüchten. Doch bedenke: Sie kann den Stürmen des Lebens nicht trotzen, ist sehr zerbrechlich. Worauf es also ankommt ist, hinter die Disharmonie und das Chaos zu blicken und die Ursachen dafür zu finden und zu beseitigen – oder zumindest zu minimieren. So kannst du in eine größere Ebene, die dahinter liegt, eintauchen. Denn nur sie hat Bestand.

 

Vollmond-Wirkung ist in aller Munde: Er macht uns unruhig und aggressiv, beraubt uns des Schlafes … Warum ist es so?

Dass der Vollmond manche aggressiv macht, hat eher etwas mit unserer Kultur zu tun – und nicht mit dem Mond an sich. Der Vollmond verschafft uns den Zugang zu unserer Gefühlswelt. Da wir in unserer Kultur aber sehr viele unterdrückte Emotionen mittragen, wirkt sich das sehr negativ auf unseren Körper aus. Und der Vollmond übernimmt dabei die Rolle des Ventils: Dank ihm kommen die unterdrückten Gefühle zum Vorschein.

Warum spielen sowohl der Vollmond als auch der Neumond eine große Bedeutung für deine Arbeit?

Der Mond ist für mich eine sehr wichtige Frequenz, daher setze ich mich mit seiner Energie sehr intensiv auseinander. Der Klang des Vollmondes ist an sich der Ton der Umrundung der Erde vom Mond. Seine Farbe ist Orange. Er steht für das zweite Chakra und das Element Wasser im Körper – der Mond hat ja bekanntlich einen sehr starken Einfluss aufs Wasser: Ebbe und Flut. Was seine Wirkung angeht, verantwortet der Planetenton vom Vollmond, wie gesagt, unsere Gefühle und Emotionen. Verstehen wir diese nicht, machen sie uns Angst. Sind wir uns darüber im Klaren, was wir empfinden, geben uns unsere Gefühle und Emotionen Zugang zu höheren Bewusstseinsebenen, lassen uns damit – und mit der Natur – in Kontakt treten.

So kannst du über deine Gefühle mit Tieren und Pflanzen kommunizieren, erlangst kreative, schöpferische Energie und Inspiration. Daher mache ich gerne Mondkonzerte: zur Voll- und Neumondzeit. Das hilft den Zuhörern, von der rationalen in die Gefühlsebene zu kommen sowie Empathie für andere Menschen und Lebewesen zu entwickeln. Meine Vollmondkonzerte empfehle ich vor allem Männern und Frauen, die lernen wollen, den eigenen Gefühlen und der Intuition ganz zu vertrauen.

Auf dem Weg zu sich selbst sind Mondkonzerte ein bewährtes Mittel: Sie reinigen, befreien vom unnötigen Ballast und harmonisieren. Oft sind sie mit Qi Gong und Meditation kombiniert – und das im sehr kleinen Rahmen.

Eine der wichtigsten Vollmond Auswirkungen ist also, dass wir mit uns ins Reine kommen?

Genau! Der Mond reinigt deine Gefühlswelt. Ebenso wie sein Element Wasser. Bist du mit dir im Reinen – im Buddhismus spricht man dabei von der Leere –, spürst du Dinge so, wie sie sind. Du nimmst die Pflanze in die Hand und spürst ihre Energie. Speziell der Vollmond ist jedoch auch eine starke Quelle, um neue Lebenskraft, Mut und Inspirationen zu schöpfen.

So verbinden wir uns durch die Planetentöne mit der Natur und den Naturzyklen. Und stellen die Harmonie wieder her: in unserer Seele und unserer direkten Umwelt.

Mit Planetentönen Seele harmonisieren: So wirkt Sphärenmusik.
Planetentöne erleben: Wie Sonne, Mond, Erde & Co Körper, Geist und Seele ins Gleichgewicht bringen

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