Warum du die wichtigsten Antworten in deiner Seele findest

Vayana ist magisch – aber nicht, weil sie Zaubersprüche kennt. Ihre Magie ist viel tiefgreifender: Sie kann die menschliche Seele spüren – ihre eigene wie auch eine fremde. Wenn wir wichtige Fragen haben, hat unsere Seele die richtigen Antworten parat. Doch liegen diese oft in ihren Tiefen „begraben“. Im Soul Tales-Interview spricht Vayana über ihre besondere Fähigkeit, mit Seelen sprechen zu können – und darüber, wie wir selbst unsere Seele spüren, hören und verstehen lernen können.

Vayana* kenne ich seit ein paar Jahren. Als ich ihr zum ersten Mal begegnete, tauchte ich sofort in ihre warmherzige Ausstrahlung ein, badete in ihrer goldenen Aura – und fühlte mich einfach geborgen und verstanden. Dieses Wonnegefühl war dennoch kein Zufall: Vayana spürt Menschen und ihre Gefühle sehr gut, sie kann sich in andere quasi hineinversetzen. Für mich fühlte es sich so an, als würde ich einem Engel gegenüber stehen – ja mit ihm sprechen.

Im Prinzip war das eine Art Begegnung mit dem Engel: Über Vayana „sprach“  ich schon bald zum ersten Mal mit meinem Schutzengel. Seitdem ist sie für mich eine liebe Freundin – und eine Art „Dolmetscherin“ der „Engelschen“ Sprache. Vor allem ist sie für mich, in ihrer Güte und Warmherzigkeit, ihrer natürlichen Weiblichkeit, ein Vorbild. Und eine große Seelen-Kennerin! Denn sie lebt eine zarte Art der Spiritualität: Sie kann nicht nur Engel, sondern auch Seelen spüren – und mit ihnen sprechen. Das macht sie für mich zu einem wahren Seelenmenschen!

Ich bin sehr dankbar: Dafür, dass sie in mein Leben „hinein geflattert“ ist, so unerwartet und leicht wie ein zarter Schmetterling. Dass sie für mich da ist, wenn ich sie brauche. Manchmal nimmt sie mir meinen Kummer weg, der sich wie eine schwarze Wolke über mein Herz legt. Immer mal wieder verjagt sie lähmende Melancholie, die meine Seele trübt. Und immer und immer wieder findet sie eine Erklärung für jeden meiner Gefühlszustände – und auch Antworten auf die Fragen, die ich mir dazu stelle. Diese holt sich Vayana von der besten Quelle ein: direkt von meiner russischen SeeleUnd ich finde dadurch immer mehr Zugang zu den „Schätzen“, die sich in meinem Inneren verbergen; schaue um die Ecken meines Unterbewusstseins und über den „Tellerrand“ meiner Seele; finde zu mir selbst und entdecke neue Wege zu mehr Lebensfreude und Erfüllung …

Vayana stillt auch meine Neugier – und meine Gier und Sehnsucht nach Magie, die mich seit Kindesalter gefangen halten. In unserem ersten Interview verrät mir die engelsgleiche junge Frau, wie sie das schafft, Seelen zu spüren und zu kontaktieren.

*Vayana ist ein Künstlername: Die junge Frau übt einen angesehen „weltlichen“ Beruf aus und will in ihren spirituellen Tätigkeiten (noch) nicht „erkannt“ werden.

Ein Interview über die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen und die Seele zu spüren

Wie warst Du als kleines Mädchen? Wovon hast Du geträumt? Woran geglaubt?

Ich war ein eher sensibles Kind und habe öfter geweint, wenn mich Worte oder das Leben ganz allgemein getroffen haben. Auf der anderen Seite war ich ein sehr fröhliches Kind, das eine wundervolle, behütete Kindheit erleben durfte: Ich wurde und werde von meinen Eltern sehr geliebt. Ich habe einen christlichen Kindergarten und eine Klosterschule besucht und mich dort sehr geborgen und geschätzt gefühlt. Die christlichen Werte, die mir dort vermittelt wurden, wirken bis heute in mir nach.

Wann hast Du deine besonderen Fähigkeiten entdeckt? Welche sind es genau?

Ich habe eine stark ausgeprägte Intuition und kann mich sehr gut in andere Menschen einfühlen und spüren, was sie bewegt. Dass ich das ein wenig intensiver kann, als viele andere Menschen, habe ich als junger Erwachsener gemerkt.

Was bedeutet das genau, Du kannst es intensiver als andere?

Ich stelle in Gesprächen immer wieder fest, dass viele Menschen sehr in ihrer eigenen Sichtweise gefangen sind. Frei nach dem Motto: „Nur was mich betrifft, ist wichtig, und nur wie ich die Dinge sehe, sind sie richtig.“ Solche Menschen tun sich schon sehr schwer, sich in andere Menschen und andere Lebensentwürfe einzufühlen. Umso schwerer ist es vermutlich für sie, sich auf etwas Abstraktes wie Gott oder die Engel einzulassen. Ich glaube, ich kann mich gut in andere einfühlen, weil ich ein großer Menschenfreund bin – und ehrlich daran interessiert, was andere Menschen bewegt und wie sie die Welt sehen. Mit dieser Menschenliebe fällt es leichter, das Göttliche in allen Menschen zu finden.

Wie war es für Dich, zu entdecken, dass du „mehr“ kannst und siehst, als andere?

Ich empfinde das als wunderschönes Geschenk Gottes, für das ich sehr dankbar bin. Übrigens glaube ich nicht, dass ich das per se besser kann als andere – ich habe es nur viel besser trainiert als die meisten Menschen.

Wie hast Du Deine Begabungen weiterentwickelt und perfektioniert?

Im Laufe meines Lebens habe ich unzählige Bücher über alle Themen studiert, die in diese Richtung gehen: Bücher über Glauben, Intuition, Energiearbeit, Meditation, über die Arbeit mit Engeln. Ich habe versucht – zumindest auszugsweise –, die heiligen Schriften der Menschheit zu lesen: die Bibel, den Koran, die Kabbala, Sutras und Vinaya usw. Mich interessieren diese Themen sehr, deshalb hat das viel Spaß gemacht. Und es gab und gibt so viel zu entdecken!

Meine Intuition versuche ich dadurch weiterzuentwickeln, dass ich immer mehr auf sie höre und meinem Verstand nicht erlaube, rationale Argumente ins Feld zu führen, wenn das Bauchgefühl etwas anderes sagt.

„Mach Dir keine Sorgen. Lass Dir Zeit. Du wirst ein wundervolles Leben leben.“

Wann kamen Deine Fähigkeiten zum ersten Mal zum Einsatz?

Ich glaube, das erste Mal, dass mir das richtig bewusst wurde, war in der Pubertät. Wie viele Jugendliche war ich nicht mit mir im Reinen. Ich war melancholisch und habe mich gefragt, ob ich jemals glücklich sein würde, wollte gerne Liebe erleben. Aber die Realität war oft sehr ernüchternd. Damals hatte ich zum ersten Mal bewusst das Gefühl, ich bekomme eine Antwort auf Gebete – u.a. in Form einer sinngemäßen Botschaft: „Mach Dir keine Sorgen. Lass Dir Zeit. Du wirst ein wundervolles Leben leben.“

Wie kam sie? Wie hast Du sie empfangen?

Das war eine tiefe Gewissheit, die sich eingestellt hat. Und genau so ist es übrigens auch gekommen.

Wie hilfst Du anderen Menschen?

Ich arbeite beruflich mit Menschen, die ich versuche, zu unterstützen und voran zu bringen. Da kann ich diese Begabung sehr gut nutzen.

Manchmal bittet mich auch jemand, für ihn die Engel zu einem Thema zu „befragen“, das ihn sehr beschäftigt und bei dem er das Gefühl hat, selbst nicht weiter zu kommen. Dann frage ich Gott und die Engel in einem Gebet erstmal, ob ich das darf und ob das Sinn macht. Falls das der Fall ist, frage ich einfach den Schutzengel des Betroffenen, ob und wie ich demjenigen helfen kann. Unsere Schutzengel kennen und begleiten uns unser ganzes Leben. Der Schutzengel sagt mir dann, was für denjenigen wichtig und richtig ist.

Für mich selbst bete ich auch zu Gott und meinen Engeln – und ich habe das Gefühl, ich bekomme dort immer die beste aller Antworten. Bei manchen Themen nutze ich meine Intuition. Das geht meist sehr schnell und ist oft der erste Impuls, bevor der Verstand anfängt, etwas zu rationalisieren. Ich stelle mir meine Intuition manchmal als große alte Bibliothek vor: ein Ort voller Räume und Winkel, mit Treppen und Nischen. Er ist unendlich groß, und überall stehen Bücher. Wenn es ein Wissen zu erfahren gibt, das ich noch nicht habe, frage ich die Engel, wo das Wissen in der Bibliothek zu finden ist. Dort sehe ich dann nach. Und werde fündig.

„Unsere Gefühle sind immer der Kompass. Ihnen zu vertrauen ist wichtig.“

Was ist für Dich die Seele?

Für mich ist die Seele die dritte Komponente neben Körper und Geist, die uns Menschen zu den wunderbaren Wesen macht, die wir sind.

Aber auch Tiere und Pflanzen haben eine Seele, nicht wahr? Was unterscheidet diese von der Menschenseele?

Ich glaube nicht, dass es da so viele Unterschiede gibt. Gott hat nicht nur den Menschen so wunderbar erschaffen, sondern alles in der Natur: Tiere, Pflanzen, Berge, das Meer usw. Deshalb findet man das Göttliche auch – und besonders in der Natur.

Seele spüren: Wie machst Du das?

Ich spüre die Seele als Intuition – und in meiner gesamten Gefühlswelt. Es ist eine tiefe Gewissheit, die sich einstellt, wenn die Seele spricht.

Wie sehen Seelen aus – falls Du sie sehen kannst?

Ich weiß nicht, wie Seelen aussehen. Aber man kann Seelen spüren und fühlen, ohne Zweifel. Wenn wir nicht mit uns im Reinen sind, fühlen wir uns schwach oder traurig; die Seele leidet. Umgekehrt geht uns nicht nur das Herz auf, wenn wir glücklich sind, sondern auch unsere Seele ist im Höhenflug.

Ist Herz und Seele nicht ein und dasselbe? Ist es die Seele oder das Herz, wo unsere Gefühle entstehen?

Unsere Gefühle sind immer der Kompass. Ihnen zu vertrauen ist wichtig. Ich glaube, es ist nicht wichtig, wo und wie genau die Gefühle entstehen. Wichtig ist, eine Achtsamkeit zu entwickeln: Wie geht es mir? Was bewegt mich? Und dann diesem Gefühl Beachtung zu schenken. Müsste ich eine Unterscheidung zwischen Herz und Seele finden, wäre es wohl die der Blickrichtung. Das Herz ist eher im Moment oder bei bestimmten Menschen. Es durchläuft und erfühlt die Summe unserer Momente. Die Seele spürt auch den großen Rahmen unserer Tage. Sie hat Antworten auf die Fragen: Was ist der Sinn meines Lebens? Was ist wirklich wichtig? Bin ich auf meinem Seelenweg?

Was passiert, wenn Du Kontakt zu einer fremden Seele aufnimmst?

Ich mache das nur auf ausdrücklichen Wunsch der betroffenen Person. Und dann passiert genau das, was sich die Person gewünscht hat: Ich fühle mich in sie ein und bekomme über meine Intuition Antworten. Diese hätte derjenige übrigens auch ohne mich bekommen, wenn er seiner eigenen Intuition trauen könnte.

„Es liegt nur an uns, wie weit wir unser Herz für andere öffnen.“

Seelenverwandt: Was ist an diesem Begriff dran? Gibt es seelenverwandte Menschen wirklich? 

Ich würde da gerne unterscheiden zwischen unserem Wortgebrauch und einem spirituellen Ansatz. Wir sagen ja manchmal: “Das ist mein Seelenverwandter.“ Damit wollen wir eine höchste Form der Wertschätzung ausdrücken. Da ist ein Mensch, der mir unendlich viel bedeutet und dem ich mich ganz nah fühle. Es ist ein großes Geschenk, einen solchen Menschen zu treffen!

Und dann gibt es noch Menschen, mit denen wir auf einer tieferen Ebene verbunden sind. Menschen, mit oder von denen wir etwas lernen können. Mir ist die Vorstellung sehr sympathisch, dass es mehrere Leben für uns gibt und wir als Seelen immer wieder gewisse Lebensaufgaben lernen wollen. Dafür brauchen wir bestimmte Erfahrungen. Wenn ich z.B. Verzeihen und Vergebung lernen und erfahren möchte, muss ich leider erstmal die Erfahrung machen, dass mich jemand verletzt oder dass ich jemanden verletze. Sonst gäbe es ja nichts zu verzeihen.

Die Seelen, die sich freundlicherweise bereit erklärt haben, uns gewisse Erfahrungen in einem Leben zu ermöglichen, sind deshalb oft Seelen, die wir schon kennen. Wir haben uns gewissermaßen „verabredet“. Es kann also gut sein, dass jemand, den wir als Mensch in diesem Leben eigentlich gar nicht mögen, der uns verletzt hat oder uns sonst irgendwie schlechte Gefühle gemacht hat, ein großer Lehrmeister für uns ist. Eine Seele, mit der wir uns „verabredet“ haben – oder eben eine „verwandte Seele“. Diese Vorstellung ist übrigens im Buddhismus weit verbreitet.

Ist die Seele unsterblich? Kann ich mir aussuchen, wann und als wer ich im nächsten Leben geboren werde?

Ja, natürlich: Die Seele ist unsterblich. Darin sind sich übrigens auch alle Weltreligionen einig. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass wir viele Leben haben und uns aussuchen, in welche Lebensumstände wir geboren werden.

„Auch wir kehren wieder zur Quelle zurück, wenn wir sterben. Gott ist die Quelle.“

Wo gehen die Seelen nach dem Tod hin? Wo werden Sie „aufbewahrt“?

Wenn wir sterben, geht unsere Seele zu Gott. Wir werden nicht „aufbewahrt“: Wir sind weder eine Substanz noch Marionetten, denn wir sind nach Gottes Ebenbild erschaffen. Damit ist meiner Meinung nach nicht ausgedrückt, dass wir aussehen wie Gott, sondern dass unser Wesen göttlich ist. Deshalb sind wir so lange mit Gott vereint, wie wir möchten. Und wenn wir wieder ein menschliches Leben leben wollen, dann schenkt es uns Gott.

Sind wir in dieser Zeit ein Teil von Gott? Sind wir alle eins?  Reißt diese Verbindung dann im neuen Leben – bis auf den Kreis der Seelenverwandten?

Das habe ich vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt. Wir sind immer ein Teil von Gott. Hier, in diesem irdischen Leben – und auch wenn wir wieder gehen müssen. Wir sind nie getrennt von Gott. Nie! Stelle Dir vor, Du nimmst im Urlaub in Italien ein bisschen Sand mit vom Strand – als Erinnerung an die schöne Zeit. Zu Hause stellst Du den Sand in ein Glas. Was bleibt der Sand? Er bleibt immer Sand vom Strand in Italien, obwohl er jetzt bei Dir zu Hause steht. Du könntest aus dem Sand nicht die Qualität „italienischer Strand-Sand“ herausfiltern. Selbst wenn Du ihn mit Sand aus Rügen mischst – er bleibt, was er ist. Und vielleicht nimmst Du ihn eines Tages wieder mit nach Italien. Und er ist wieder bei seiner Quelle: am Strand in Italien.

Auch wir kehren wieder zur Quelle zurück, wenn wir sterben. Gott ist die Quelle.

Jeder Mensch hat einen göttlichen Kern. Wenn man sich auf die Suche danach macht, wird man ihn finden. Egal ob Dir der Mensch nahe steht oder nicht. Und auch egal, ob derjenige eine verwandte Seele ist oder nicht. Wie nahe Du Dich anderen Menschen fühlst, wie nahe Du sie an Dich heran lässt, hat nichts mit dem Verwandtschaftsgrad oder einer Vorbestimmung zu tun.  Es liegt nur an uns, wie weit wir unser Herz für andere öffnen und die Verbundenheit zulassen.

Vielen Dank für das Interview, liebe Vayana!

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6 Gedanken zu “Eigene Seele spüren und verstehen

    1. Liebe Elisabeth, aktuell ist Vajana leider nicht „verfügbar“. Wenn du möchtest, schreibe mir gerne via E-Mail über dein Anliegen, evtl. kommt für dein Thema eine Akasha Chronik Lesung in Frage.

  1. Liebe Olga,
    soeben las ich das Interview mit Vayana. Die Aussagen berührten mich zutiefst und brachten in mir etwas zum Klingen. Es „drängt“ mich förmlich, zu Vayana eine Verbindung aufzunehmen.
    Ich bin Ihnen, liebe Olga, sehr DANKbar, wenn Sie eine Möglichkeit sähen, einen Kontakt herzustellen.
    DANKE für den Artikel und Ihre Bemühungen.
    Von Herz zu Herz
    Greta

    1. Liebe Margarete,

      danke für Ihre Nachricht – ich habe Ihnen soeben eine E-Mail geschrieben.

      Herzliche Grüße
      Olga

    1. Liebe Oksana,

      herzlichen Dank für deine Anfrage! Aufgrund ihrer familiären Situation bietet Vayana momentan keine Einzelsitzungen an. Ich habe ihr aber dein Interesse mitgeteilt – sollte sich die Situation bessern, meldet sie sich bei dir gerne!

      Alles Liebe!
      Olga

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